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Prüfungskurs der Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen

Datum: 14.07.2017 bis 16.07.2017

Vom 14.07. bis 16.07.2017 fand auf der Klinke Hütte im Gesäuse der Prüfungskurs der Grundausbildung der Steirischen Bergrettung statt. An diesem Prüfungskurs nahmen auch unsere Kameraden Herbert Amtmann, David Gumpold und Lukas Pollinger Teil. Sie haben somit ihre Ausbildung zum Bergretter erfolgreich beendet.

  

Im Mittelpunkt stand neben der alpintechnischen Ausbildung vor allem die Medizinische Basisausbildung, sodass verletzte und erkrankte Personen im Bergrettungseinsatz kompetent von den BergretterInnen versorgt werden können.

Das Modul baut auf dem Basiswissen, welches im vorausgesetzten 16-h Erste Hilfe Kurs erworben wurden, auf. In theoretischen Einheiten werden den BergretterInnen für das alpine Gelände wichtige Verletzungen, Krankheitsbilder und die dementsprechende Versorgung erklärt. In anschließenden Praxiseinheiten wird dieses Wissen sofort realitätsnah beübt. Der Schwerpunkt liegt auf typischen Verletzungen eines Sommereinsatzes. Die Komplettierung der medizinischen Ausbildung erfolgt im Sanitätsmodul Winter, wo schließlich die spezifischen medizinischen Krankheitsbilder eines Wintereinsatzes erlernt werden.

Die abschließende Prüfung wurde von allen Kameraden mit Bravour bestanden.


Fotos folgen!


Tragischer Einsatz in Trofaiach

Datum: 04. und 05. Juni 2017

Aus bisher ungeklärter Ursache stürzte während der Bergung von 2 Alpinisten, im Bereich der Eiblschlucht, ein Flugretter sowie die beiden zu rettenden Alpinisten in sehr steiles, felsdurchsetztes Gelände ab. In einem gemeinsamen Großeinsatz gelang es Bergrettern, Alpinpolizisten und Notärzten zu den Verunfallten vorzudringen. Trotz des professionellen Einsatzes verstarben der Flugretter und eine Alpinistin noch an der Unfallstelle. Der schwer verletzte Bergsteiger konnte, nach medizinischer Erstversorgung und einem stundenlangen Abtransport durch die Bergrettung gerettet werden.

Andreas Gumpold, Gebietsleiter und Einsatzleiter: "Die Einsatzkräfte der Bergrettung und der Alpinpolizei konnten das sehr schwierige Gelände soweit mit Seilen versichern, dass die Notärzte zu den Verunglückten gelangen konnten. Das schluchtartige, alpine Gelände stellte für alle Beteiligten eine große Herausforderung dar und war ausschlaggebend für die sehr langwierige Bergung bis in die frühen Morgenstunden. Trotz der ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen konnten wir zwei Personen leider nicht mehr retten."

Die Bergung der Leichen erfolgte am Montag, den 5.6.2017, durch den Hubschrauber des BMI. Die Bergretter waren bis in den frühen Nachmittag mit dem Abbau der Seilversicherungen beschäftigt.

Die steirische Bergrettung möchte der Familie der verunglückten Bergsteigerin und dem verunglückten Alpinpolizisten ihr aufrichtiges, tiefempfundenes Beileid aussprechen.

Im Einsatz standen am 4.6.2017

46 Bergretter (Trofaiach, Leoben, Mautern, Vordernberg und Eisenerz), 7 Alpinpolizisten, der Notarzthubschrauber des ÖAMTC C14 und C15, 30 Feuerwehrleute (Hafning, Eisenerz, Vordernberg), 6 Notärzte, Rotes Kreuz, Landesleiter der Bergrettung Steiermark Michael Miggitsch, KAT-Referent BH-Leoben;

Im Einsatz standen am 5.6.2017

38 Bergretter (Trofaiach, Leoben, Mautern, Vordernberg und Eisenerz), 6 Alpinpolizisten, Hubschrauber des BMI, Feuerwehr Hafning, Bergrettung Steiermark Landesleiter Stv. Stefan Schröck;

Text: Stefan Schröck, E.Bretterbauer, Fotos: E.Bretterbauer


Einsatz Zeiritzkampel - Tötlicher Alpinunfall

Datum: 14. April 2017

„Einsatz BR Mautern, abgestürzte Person am Zeiritzkampel“. So lautete am 14. April 2017 die Alarmierung für die Bergrettung Mautern. Drei Wanderer stiegen über den Brunnecksattel in Richtung Gipfel des Zeiritzkampels auf. Kurz vor dem Gipfel, in knapp 2.100 Meter Seehöhe kam es dann zu dem Unglück. Die Männer erreichten einen schmalen Schneegrat, den sie aber wegen der Schneeverhältnisse nicht überqueren wollten, die drei entschlossen sich wieder abzusteigen. Dabei verlor einer der Gruppe den Halt, rutschte in dem steilen Gelände aus und stürzte vor den Augen seiner zwei Kollegen über das felsdurchsetzte Gebiet ab. Er erlitt dabei tödliche Verletzungen. Die beiden unverletzt gebliebenen Bergkameraden setzten einen Notruf an die Polizei ab, sie wurden mit dem Hubschrauber in das Tal gebracht. Der tödlich verunglückte Mann musste mittels Tau geborgen werden.

Am Einsatz beteiligt waren 12 Bergretter der Ortsstelle Mautern, 6 Bergretter der Ortsstelle Radmer, der Rettungshubschrauber C14, die Alpine Einsatzgruppe Hochsteiermark mit Hubschrauberunterstützung und die Freiwilligen Feuerwehren Mautern und Kalwang.