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Großübung der Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Leoben

Datum: 09. Juni 2018


Der KHD (Katastrophenhilfsdienst) der Freiwilligen Feuerwehr führte am 09.06.2018 im Liesingtal eine Katastrophenübung durch. Der Österreichische Bergrettungsdienst war in Assistenz an der Übung beteiligt. Übungsannahme war, dass durch ein Erdbeben am Containerterminal in St. Michael sich ein schwerer Zwischenfall ereignete, bei dem die Ortsstelle Leoben des Österreichischen Bergrettungsdienstes mit ihrem Wissen um die Menschenrettung aus luftigen Höhen als Unterstützung angefordert wurde. Gemeinsam mit den Feuerwehrkameraden wurden die gestellten Aufgaben bestens bewältigt und alle wurden durch solche Übungen an Erfahrung reicher.

In Mautern war durch diese Katastrophe ein Waldbrand im Steinbruchgelände am westlichen Ortsrand der Gemeinde ausgelöst. Die Löscharbeiten mussten in schwierigem und steilem Gelände unter Seilsicherung durchgeführt werden. Weiters war bei diesen Löscharbeiten auch ein Verletzter zu beklagen, der über die Felswand abtransportiert werden musste. Der Verletzte, der ein Trauma der Wirbelsäule und einige leichtere Verletzungen erlitten hatte musste so schonend wie möglich, verpackt in einer Vakuummatratze, mittels UT 2000 von einem Bergretter und einem ausgebildeten Feuerwehrmann über die senkrechte Felswand abgeseilt werden und wurde am Wandfuß von den Feuerwehrsanitätern übernommen und dem ÖRK zum Weitertransport übergeben. Weiters wurden von der Bergrettung Mautern die Feuerwehrkameraden mit ihren Löschrucksäcken in die Felswand abgeseilt um dort bestehende Glutnester zu bekämpfen.

Zu Mittag konnte diese Großübung, an der ca. 250 Einsatzkräfte teilgenommen haben, erfolgreich abgeschlossen werden und alle Beteiligten trafen sich im Rüsthaus Kammern zur Schlussbesprechung und „Manöverkritik“. Alle waren sich einig, dass die Übungsannahme bestens gelöst wurde und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Wehren und der Bergrettung klaglos funktionierte.


Einsatz - Sucheinsatz Zeiritzkampel

Datum: 02. Juni 2018


Am 02.06.2018 wurden wir von der Bergrettung Radmer zur Unterstützung bei der Suche nach einem abgängigen Wanderer im Bereich Zeiritzkampel angefordert. Gemeinsam mit den Ortsstellen Leoben, Vordernberg und Trofaiach, den Freiwilligen Feuerwehren aus Mautern und Kalwang und der Suchhundestaffel wurde der südliche Bereich des Zeiritzkampels abgesucht.


Der Wanderer bestieg am Freitag, den 01.02.2018, alleine vom Gemeindegebiet Radmer ausgehend über den markierten Steig den 2.125 Meter hohen Gipfel des Zeiritzkampels. Nachdem der 52-Jährige nicht bei seinem Auto ankam und seine Lebensgefährtin ihn nicht erreichen konnte, verständigte die Frau am Samstag die Polizei. In der Folge lief eine groß angelegte Suchaktion mit Bergrettung, Suchhundestaffel, Alpinpolizei, Feuerwehr, einem Hubschrauber des Innenministeriums sowie einem Hubschrauber des Bundesheeres an. Wegen des schlechten Wetters und der hohen Gewittergefahr musste die Suche gegen 22:00 Uhr abgebrochen werden. Ein weiterer, speziell ausgerüsteter Hubschrauber des Innenministeriums führte in den Nachtstunden eine intensive Suche durch. Dabei kam auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Außerdem wurde versucht den Vermissten durch die Peilung seines Handys zu Orten. In Zusammenarbeit mit Beamten der Alpinpolizei konnte der 52-Jährige Sonntagfrüh, um 02.30 Uhr, mit tödlichen Verletzungen aufgefunden werden. Er dürfte beim Abstieg im unwegsamen Steilgelände 200 Meter abgestürzt sein.