Lhakpa Ri

Mauterner Bergretter Mitglied der Himalaya Expedition

Am 6. April 2013 startete die Himalaya Expedition in Wien, an welcher unser Einsatzleiter, Arnold Müllauer, teilnehmen konnte. Ziel war der an der Nordseite des Himalayas gelegene 7000er Lhakpa Ri, in nächster Nähe des höchsten Berges der Welt, dem Mount Everest, wo heuer auf der Südseite in Nepal das 60 jährige Jubiläum der Erstbesteigung gefeiert wird. Organisator der Expedition war Peter W. (Bahamas), sowie die weiteren Teilnehmer Harry M. (BS), Julien M. (NZL), Philippe von W. (BS) und Arnold Müllauer (AUT). Abflug von Wien Schwechat nach Katmandu der Hauptstadt Nepals und nach einem kurzen Aufenthalt in Katmandu Weiterflug nach Lhasa, der Hauptstadt der autonomen Region Tibet, die zu China gehört. Die Hauptstadt der Tibeter, die auf 3650 m Seehöhe gelegen ist, wurde natürlich zum Sightseeing genutzt und die wunderbaren Sehenswürdigkeiten besichtigt, wie der Potala Palast, der ehemalige Palast des Dalai Lama, das geistige Oberhaupt der Tibeter, der im Exil lebt.

Bald ging es weiter mit Jeep und Bus ins Everest Base Camp (5200 m), an der Nordseite des Mount Everest (8848 m) gelegen. Das gesamte Expeditionsteam umfasste nun neben den bereits genannten 5 Bergsteigern noch 5 Sherpas, einem Koch, zwei Küchenjungs und 22 Yaks. Vom Everest Base Camp aus wurden zur Akklimatisierung und der Gewöhnung an die Höhe einige Touren bis in die Höhe von 6000 m und darüber unternommen. 4 Tage dauerte der Marsch über den Gletscher zum vorgeschobenen Basislager (Advanced Base Camp), das auch für die Besteigung des Mt. Everest genutzt wird. Leider konnte ein Partner der Bergsteiger diese Tour nicht mehr mitmachen, denn er war im Everest Base Camp und bei den Akklimatisierungstouren an der Höhenkrankheit erkrankt und musste sofort in tiefere Lagen transportiert werden. Philippe von W. wurde über Passstraßen nach Katmandu gebracht, wo er sich von der Höhenkrankheit erholen konnte. Während des gesamten Aufstiegs zum ABC hatte man den mächtigen Mt. Everest vor sich. Der aber war nicht das Ziel der Expedition, sondern der links vom höchsten Berg der Erde gelegene Lhakpa Ri mit seinen 7035 m. Für all diese Berge im Himalaya muss von den jeweiligen Behörden des zuständigen Staates eine Bewilligung gelöst werden, die es einem erst erlaubt den gewählten Berg und keinen anderen zu besteigen.

Vom Advanced Base Camp führte die Route dann links am Mt. Everest vorbei über die Gletscher und Steilflanken gut 6 Stunden zum High Camp auf 6700 m. In dieser Höhe spürt jeder Bergsteiger schon jeden Schritt und es ist ein mühseliges anstrengendes Vorwärtskommen. Die Expedition hatte rießiges Wetterglück, denn während des Tages konnte man mit einer Fleecejacke im Freien sein, aber nachts sank die Temperatur auf minus 20 Grad und im Zelt musste die Daunenbekleidung angezogen werden. Vom High Camp aus wurde der Gipfelsturm gestartet. Nach anstrengenden 4 ½ Stunden war der Gipfel erreicht. Glücklich über den gelungenen Gipfelsieg und ergriffen von dem Anblick des noch um 1800 m höheren Mt. Everest wurden die Kameraden umarmt, die Hände geschüttelt und zur persönlichen Leistung gratuliert. Nun war noch der Abstieg zu bewältigen und die Gruppe erreichte wohlbehalten das Advanced Base Camp. Nach anstrengendem Marsch gelangte das Bergsteigerteam auch in das Everest Base Camp und die vier Bergsteiger sind nach 16 Tagen im Zelt zu Freunden geworden, die glücklich und zufrieden zu einem Bergerlebnis im Himalaya zurückblicken konnten.