Übungen

Gebietsübung - 41 BergretterInnen üben im alpinen Gelände

Datum: 16. Juni 2018

Am 16.06.2018 fand im Gebiet des Hochreichart (2416m) eine groß angelegte Übung des österreichischen Bergrettungsdienstes statt. Ausrichter dieser Gebietsübung war die Ortsstelle Mautern und 41 Bergretter des Gebietes Leoben 1, mit den Ortsstellen Leoben, Trofaiach, Vordernberg und Mautern, nahmen an dieser Übung teil.

Ein Wanderer hörte Hilferufe und alarmierte über den Notruf 140 die Bergrettung. Die FF Mautern, Kammern und Kalwang unterstützten die Bergrettung und führten mit ihrem Fuhrpark den Mannschaftstransport zur Hochreicharthütte durch. Dort wurden 5 Gruppen gebildet und der „Stoßtrupp“ mit einem Arzt, einem Sanitäter, sowie 5 Bergrettern stiegen so rasch wie möglich zu den verunglückten Personen auf. Die restlichen Gruppen wickelten den Materialtransport bestens ab und stiegen ebenfalls zur Unfallstelle auf. Die Gruppe 1, die bei den zwei verletzten Personen eingetroffen waren, stellten fest, dass eine Person in eine Felsspalte gestürzt war und der zum Verletzten abgeseilte Arzt stellte ein Wirbelsäulentrauma, eine Schulterluxation und eine Unterschenkelverletzung fest. Diese Person musste aus dieser Felsspalte geborgen werden, um dann im äußerst steilen Gelände erstversorgt und für einen Abtransport vorbereitet zu werden. Die zweite Person war leichter verletzt und musste aber auch sicher abtransportiert werden. Es wurde eine ca. 150m lange Seilbahn errichtet mit der der Schwerverletzte mittels UT 2000 abtransportiert wurde, ebenso der Leichtverletzte. Die beiden Personen wurden am Ochsenboden von den anderen Gruppen übernommen und weiter zur Hochreicharthütte abtransportiert. Diese sehr aufwändige Bergung erforderte beste Kenntnisse in der Bergetechnik und auch einen enormen Materialaufwand.

Diese Gebietsübung, die um 8:00 Uhr begann, konnte um 14:00 Uhr erfolgreich abgeschlossen werden. Nach der Schlussbesprechung konnten sich die geforderten Bergretter in der Hochreicharthütte bei einem erstklassigen Menü stärken und beim gemütlichen Zusammensein die persönlichen Eindrücke über die Übung austauschen.

Dank gebührt der Fürst Liechtenstein`schen Forstverwaltung, die für diese Übung die Zufahrt bis zur 1460m hoch gelegenen Hochreicharthütte gestattete und ein weiteres Dankeschön der Familie Ladinig für die hervorragende Bewirtung.


Großübung der Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Leoben

Datum: 09. Juni 2018

 

Der KHD (Katastrophenhilfsdienst) der Freiwilligen Feuerwehr führte am 09.06.2018 im Liesingtal eine Katastrophenübung durch. Der Österreichische Bergrettungsdienst war in Assistenz an der Übung beteiligt. Übungsannahme war, dass durch ein Erdbeben am Containerterminal in St. Michael sich ein schwerer Zwischenfall ereignete, bei dem die Ortsstelle Leoben des Österreichischen Bergrettungsdienstes mit ihrem Wissen um die Menschenrettung aus luftigen Höhen als Unterstützung angefordert wurde. Gemeinsam mit den Feuerwehrkameraden wurden die gestellten Aufgaben bestens bewältigt und alle wurden durch solche Übungen an Erfahrung reicher.

In Mautern war durch diese Katastrophe ein Waldbrand im Steinbruchgelände am westlichen Ortsrand der Gemeinde ausgelöst. Die Löscharbeiten mussten in schwierigem und steilem Gelände unter Seilsicherung durchgeführt werden. Weiters war bei diesen Löscharbeiten auch ein Verletzter zu beklagen, der über die Felswand abtransportiert werden musste. Der Verletzte, der ein Trauma der Wirbelsäule und einige leichtere Verletzungen erlitten hatte musste so schonend wie möglich, verpackt in einer Vakuummatratze, mittels UT 2000 von einem Bergretter und einem ausgebildeten Feuerwehrmann über die senkrechte Felswand abgeseilt werden und wurde am Wandfuß von den Feuerwehrsanitätern übernommen und dem ÖRK zum Weitertransport übergeben. Weiters wurden von der Bergrettung Mautern die Feuerwehrkameraden mit ihren Löschrucksäcken in die Felswand abgeseilt um dort bestehende Glutnester zu bekämpfen.

Zu Mittag konnte diese Großübung, an der ca. 250 Einsatzkräfte teilgenommen haben, erfolgreich abgeschlossen werden und alle Beteiligten trafen sich im Rüsthaus Kammern zur Schlussbesprechung und „Manöverkritik“. Alle waren sich einig, dass die Übungsannahme bestens gelöst wurde und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Wehren und der Bergrettung klaglos funktionierte.



Wintergebietsübung am Präbichl

Datum: 13. Jänner 2018

Mehr als 50 Bergretter aus Leoben, Mautern, Trofaiach und Vordernberg trainierten am Präbichl gemeinsam für den Ernstfall. Organisiert wurde die diesjährige Winter-Gebietsübung von der Ortsstelle Vordernberg.
Im Stationsbetrieb waren anspruchsvolle Szenarien zu lösen. Besonders spannend gestaltete sich die Bergung eines verletzten Skifahrers aus einer steilen Rinne am Grüblzinken und die Fahrt mit dem Akja über den vereisten Zellerhang im Skigebiet Präbichl. An weiteren Stationen konnten die Übungsteilnehmer ihr Wissen über Erste Hilfe und über den Aufbau der Schneedecke zur Beurteilung der Lawinengefahr auffrischen. Last but not least wurde auch das Auffinden, Ausgraben und Versorgen von Lawinenopfern geübt. Die winterliche Witterung – eisige Temperaturen, starker Schneefall und schlechte Sicht – verschärfte die Rahmenbedingungen. Im Anschluss kamen die Kameraden im neuen Hotel Alpenstern zusammen, um in gemütlicher Atmosphäre den Tagesverlauf zu diskutieren. – Alles in allem eine realistische und äußerst vielseitige Winter-Übung. Herzlichen Dank an Einsatzleiter Jürgen Waggermayer und sein Team für die perfekte Organisation!

Text: Bergrettung Vordernberg |  Fotos: findet ihr hier!


Sommergebietsübung 2017

Datum: 15. Oktober 2017

Die alljährlich stattfindende Sommergebietsübung wurde heuer von der Ortsstelle Leoben ausgerichtet. Gemeinsam mit der Feuerwehr St. Stefan ob Leoben galt es für die Ortsstellen des Gebietes Leoben (Ortsstelle Leoben, Trofaiach, Vordernberg und Mautern) zwei Einsatzszenarien abzuarbeiten.

Die insgesamt 65 Einsatzkräfte mussten zeitgleich einen Waldbrand in steilem Gelände bekämpfen und dabei einen verletzten Kameraden aus eben diesem bergen, sowie einen schwer verletzten Paragleiter aus einer Baumkrone befreien und anschließend abtransportieren. Da sich diese Bergung besonders anspruchsvoll gestaltete, wurden noch Kräfte vom Waldbrand zur Unterstützung abgezogen.

Danke an die Feuerwehr St. Stefan für die Unterstützung und Verpflegung nach der Übung, Bürgermeister Ronald Schlager für den finanziellen Zuschuss sowie den Ortsstellen für ihren Einsatz!

Fotos

Text/Fotos: ÖBRD Ortsstelle Leoben


Übung Ortsstelle Thema "Gletscher"
Datum: 04.03.2017

Am 04.03.2017 trafen sich die Kameraden der Ortsstelle Mautern zu einer Übung mit dem Schwerpunkt-Thema „Bewegen am Gletscher“.

Im Zuge einer Schitour in unserem Einsatzgebiet wurden neben dem richtigen Anseilen und Bewegen in Seilschaften die wichtigsten Bergetechniken, die im Ernstfall beherrscht werden sollten, geübt.




Wintergebietsübung im Bereich Hochreichart
Datum: 28.01.2017

„140 Gebietsalarm ÖBRD Leoben, Lawine Bereich Stubentörl/Hochreichartgebiet“ - Gott sei Dank nur eine Einsatzübung der Bergrettung!

In den frühen Morgenstunden des 28. Jänner 2017 "schreckte" dieses SMS die BergrettInnen des Gebietes Leoben, zu denen die Ortsstellen Leoben, Mautern, Trofaiach und Vordernberg gehören, aus dem Schlaf. Die jährlich stattfindende Einsatzübung des Gebietes fand heuer mit einer "scharfen" Lawinenübung im Bereich des Hochreichart-Schutzhaus statt und die Ortsstelle Mautern war für diese Einsatzübung verantwortlich. Die Hütte ist nun seit einiger Zeit von der Familie Ladinig wieder bewirtschaftet und in den Sommermonaten (von 15. Juni bis 15. September) jeweils von Freitag bis Sonntag Nachmittag bewirtschaftet. Dankenswerterweise hatte sich die Pächterfamilie bereit erklärt für diese Übung die Hütte zu öffnen bzw. im Anschluß daran die BergretterInnen zu verköstigen.


Übungsannahme: Bei der Abfahrt vom Stubentörl wird eine fünfköpfige Schitourengruppe von einer Lawine überrascht und mitgerissen. Ein zufällig aufsteigender Schibergsteiger wird Zeuge und alarmiert die Einsatzkräfte der Bergrettung über die LWZ mittels Alpinnotruf 140.

Nach dem Eintreffen der Einsatzmannschaften im Bereich der Oberen Liesingau, übernahmen die Feuerwehren den Transport der Mannschaften durch den Hagenbachgraben bis eine halbe Stunde unter das Hochreichart-Schutzhaus. Von dort ging es in flotten Schritt zum Schutzhaus, das die Basis der Einsatzübung darstellte.

Die Einsatzleitung bzw. Koordinierung der KameradInnen vor Ort übernahm Norbert Gaisrucker und nachdem eine schnelle Voraustruppe zusammengestellt worden war, rückte Andreas Haberl, als verantwortlicher Einsatzleiter auf die Lawine, mit 10 Kameraden und einer Alpinpolizistin ab. Diese Voraustruppe ist nur mit dem nötigsten Rettungsmaterial ausgerüstet, um in kürzester Zeit die Unglücksstelle zu erreichen und schnellstmöglich eine Bergung der Verunglückten durchführen zu können. Die Alpinpolizistin Tanja Pachner war als Vertreterin der Behörde mit dieser Gruppe unterwegs, um erstens von Behördenseite alles zu dokumentieren und zweitens die Kommunikation mit dem Hubschrauber des Innenministeriums zu koordinieren! Hier muss, wieder einmal, die perfekte Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen betont werden. Nicht nur die mit den Feuerwehren, dem Roten Kreuz, dem Bundesheer, dem ÖAMTC, sondern auch mit der Alpinpolizei, die versucht bei jeder Übung der Bergrettung mit dabei zu sein!

Da die Voraustruppe bereits Richtung Unglückstätte unterwegs war, wurden nun das Berge- und Rettungsmaterial auf die verbleibenden Kameraden aufgeteilt und diese marschierten, schwerbepackt, ebenfalls in flottem Tempo, der Unfallstelle entgegen. Während die nachfolgenden Mannschaften sich noch im Aufstieg befanden, hatte die Vorausgruppe bereits die Unglücksstelle erreicht und mit der Suche der Verunfallten begonnen. Binnen kürzester Zeit konnten drei Schitourengeher, die mit LVS-Geräten ausgestattet waren, geortet und geborgen werden. Da nun keine Signale von LVS-Geräten mehr zu empfangen waren, begannen die KameradInnen, unverzüglich, die Lawine mittels Sonden abzusuchen und wurden von den nun eintreffenden Mannschaften unterstützt und so gelang es binnen kürzester Zeit die zwei letzten Verschütteten zu bergen. Sie hatten, Gott sei Dank, eine Atemhöhle gehabt, waren jedoch schwer geschockt und mussten, nach ärztlicher Versorgung, mittels Ackja abtransportiert werden. Die mit LVS-Geräten Ausgerüsteten konnten, in Begleitung eines Bergrettungsmannes, selbstständig abfahren.

Nach nicht einmal zwei Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet und zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten abgeschlossen werden.

Diese Übung hat einmal mehr gezeigt, mit welchem Eifer, Einsatz und Begeisterung die Kameraden der Bergrettung im Einsatz stehen, auch wenn es sich nur um eine Einsatzübung handelt gemäß nach unserem Motto: Egal wann, egal wo… Wir finden immer einen Weg! In den Bergen kann schneller etwas passieren als man denkt. Wann immer Sie Hilfe brauchen, dann holen wir Sie raus – auch aus sehr schwierigem Gelände. Rund um die Uhr. Dafür stehen mehr als 1600 bestens ausgebildete BergretterInnen in der Steiermark zur Verfügung. Freiwillig und ehrenamtlich.


Text und Fotos: E. Bretterbauer, Presse & Medien Bergrettung Steiermark



Winterübung Ortsstelle
Datum: 08.01.2017

Übungsszenario: Bei der Abfahrt vom Maierangerkogel in den Seckauer Alpen gerät eine vierköpfige Schitouren-Gruppe in eine Lawine. Einer der Tourengeher kann sich aus den Schneemassen befreien und die Rettungskräfte alarmieren.

Mit Hilfe von GPS-Geräten stieg sofort ein Stoßtrupp zur Unfallstelle auf. Dieser Trupp ist nur mit dem nötigsten Material ausgerüstet und soll möglichst schnell auf der Lawine eintreffen um mit der Suche nach den Verschütteten beginnen zu können. Das Material für die Versorgung und den Abtransport von verletzten Personen wird von der restlichen Einsatzmannschaft befördert. Zwei der verschütteten Tourengeher konnten dank LVS-Gerät (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) schnell geortet und ausgegraben werden. Der dritte Verschüttete war ohne LVS-Gerät unterwegs wodurch die Suche deutlich erschwert wurde. Durch entsprechende Suchtechniken wie der Bildung einer Sondier-Kette gelang es auch diesen zu orten und auszugraben. Der dritte Verschüttete war leider verletzt und musste entsprechend versorgt und abtransportiert werden. Nach knapp zwei Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden.


Sommergebietsübung 2016
Datum: 03.09.2016

Am 03.09.2016 trafen sich die Kameraden der Bergrettungs-Ortsstellen Trofaiach, Mautern, Leoben und Vordernberg im Bereich der Vordernberger Griesmauer, um für den Ernstfall zu üben. Im Stationsbetrieb wurden sowohl Grundkenntnisse aufgefrischt als auch neueste Erkenntnisse an die Bergretter weitergegeben.

Auf dem Programm standen unter Anderem das Handling der Rettungstrage UT 2000, Aufbau und Begehen eines Seilgeländers, eine Kapperbergung mit dem Dyneema-System, eine Bergung nach oben mittels Seilwinde, Standplätze, Verankerungen und Flaschenzüge. Die Organisation der diesjährigen Gebietsübung übernahmen die Kameraden der Ortsstelle Vordernberg. Die Bergrettung Leoben unterstützte den Mannschafts-Transport mit ihrem neunen Land Rover Defender und dem ATV. Die organisatorische Basis wurde in der Leobner Hütte eingerichtet. Dort ließen die Kameraden den Tag bei Speis und Trank gemütlich ausklingen.


Bereichsübergfreifende Übung mit Feuerwehr
Datum: 30.07.2016
https://goo.gl/photos/YvKporo2yE2CXTF9A

Gemeinsam mit den Feuerwehren Kammern, Mautern, Madstein, Stadlhof, Seiz und St. Michael fand am 30.07.2016 eine spezielle Übung für Menschenrettung und Absturzsicherung statt. Die Übung war geprägt vom korrekten Anlegen und der Handhabung der Ausrüstung bis hin zum richtigen Anseilen der Kameraden im Trupp. Das Highlight stellte das Besteigen der 15 Meter hohen Silos über den Leiterweg und das anschließende Abseilen entlang der Außenwand des Silos dar.


Abseilübung mit der Freiwilligen Feuerwehr Kammern
Datum: 27.06.2016

Am 27.06.2016 fand im Steinbruch Mautern eine gemeinsame Übung mit den Höhenrettern der Freiwilligen Feuerwehr Kammern statt. Neben dem Bau von Seilgeländer für den gesicherten Aufstieg im Gelände wurde im Besonderen das passive und aktive Abseilen geübt.




Liftbergeübung "Wilder Berg" in Mautern
Datum: 10.06.2016

Unsere jährliche Liftbergeübung am „Wilden Berg“  in Mautern fand heuer am Freitag, den 10.06.2016 statt. Unter der Annahme eines Stillstandes der Liftanlage, wurde die Bergung von Personen vom Sessellift geübt.

Im Anschluss wurden wir, wie jedes Jahr, von den Betreibern der Liftanlage bestens verpflegt und konnten somit die Übung gemütlich ausklingen lassen. Ein herzliches Dankeschön dafür.


Einsatzübung Felsbergung
Datum: 31.03.2016

Mit einer spontanen Einsatzübung überraschte uns Einsatzleiter Arnold Müllauer am 31.03.2016 gegen 16:30 Uhr.

Übungsszenario: Zwei Kletterer alarmierten die Ortsstelle Mautern, dass einer von ihnen im Vorstieg gestürzt ist und sich dabei Verletzungen am Kopf und an der Hüfte zuzog. Nach kurzer Zeit rückte die Einsatzmannschaft zum Unfallort aus, wo sie mit dem Bau entsprechender Verankerungen, der Erstversorgung des Verunfallten und dessen Abtransport aus schwierigem Gelände gefordert waren.


Fünf Schitourengeher im Bereich des Kragelschinken verschüttet
…Gott sei Dank nur eine Übung der Bergrettungsortsstellen des Gebietes Leoben.
Datum: 06.02.2016

Am Samstag ging bei den Ortsstellen des Gebietes Leoben (Leoben, Mautern, Trofaiach und Vordernberg) ein SMS der Landeswarnzentrale ein, das die Ortsstellen zu einem Lawinenabgang im Bereich des Kragelschinken Süd rief. Fünf Schitourengeher waren im Aufstieg verschüttet worden, nur einer hatte das Glück von der Lawine nicht mitgerissen zu werden und dieser alarmierte über den Bergrettungsnotruf 140 die LWZ (Landeswarnzentrale) in Graz, welche umgehend die für das Gebiet zuständigen Bergrettungsortstellen alarmierte - soweit die Übungsannahme!

Für die Planung und Durchführung zeichnete sich die Ortsstelle Leoben verantwortlich, die die Basis bei der Feuerwehr in Kalwang einrichtete. Binnen kürzester Zeit fanden sich 40 Bergretter und ein Lawinenhundeführer mit seinem vierbeinigen Retter ein. Von dort erfolgte, in vorbildlicher Weise, der Transport in den Langteichengraben. Auch Gerhard Rieglthalner, Leiter der alpinen Einsatzgruppe Hochsteiermark, ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit einem weiteren Kameraden, an der Übung teil zu nehmen.

Die selektive Anfahrt in den Graben war nicht einfach, vor allem auch, da es in den letzten Tagen, mehr oder minder, intensiv geschneit hatte. Am Ende der Fahrmöglichkeit ging es schließlich mit sehr viel Material und Mannausrüstung in flottem Tempo ca. noch eineinhalb Stunden steil bergauf in das Übungsgebiet. Es wurden fünf Gruppen gebildet, wobei die schnelle Vorausgruppe nur mit ihrer Mannausrüstung aufstieg, während die anderen für den Transport des San-, Berge- und Rettungsmaterials zuständig waren.

Am Lawinenkegel begann, nach einer kurzen Befragung des unverletzt gebliebenen Tourengehers, die Voraustruppe sofort mit dem Such- und Rettungseinsatz. Nach kurzer Zeit hatte der Lawinenhund zwei Opfer lokalisiert, die schnell ausgegraben und versorgt wurden. Ein weiteres Opfer konnte mittels LVS-Gerät geortet und geborgen werden, während das letzte Opfer, das kein LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät) mitführte, von den Sondiermannschaften nicht mehr lebend geborgen werden konnte.

Den Abschluß bildete noch eine Hubschraubereinweisung durch die Alpinpolizei.


Text & Foto: E.Bretterbauer, Presse & Medien, BRD-Steiermark


Bergeübung in der Firma Vogtrans in Mautern
Datum: 07.08.2015

Am 07.08.2015 fand in der Firma Vogtrans in Mautern eine gemeinsame Übung für Erste Hilfemaßnahmen und Bergung aus dem Gefahrenbereich mit der Freiwilligen Feuerwehr Mautern sowie den Mitarbeitern der Firma Vogtrans statt. Dabei mussten zwei Personen von einem Hochregal geborgen und entsprechend versorgt werden.



Sommergebietsübung Fahnenköpfl
Datum: 20.06.2015

Bergung einer Höhlenforscherin im Bereich des Grete-Klinger-Steiges.

So lautete die Übungsannahme für die Bergrettungsortstellen des Gebietes Leoben, (Leoben, Mautern, Trofaiach und Vordernberg) die zusammen mit der Höhlenrettung Steiermark den Ernstfall probte. Beim Aufstieg aus der 85m hohen Höhle verunfallte eine Höhlenforscherin in den Nachtstunden und blieb mit gebrochenem Becken am Schachtgrund liegen. Ihre Kameraden alarmierten daraufhin die Höhlenrettung, die gleichzeitig die Bergrettung des Gebiets mitalarmierte, da auf Grund des schlechten Wetters keine Bergung mittels Hubschrauber vom Höhleneingang erfolgen konnte.

In den frühen Morgenstunden lief eine konzertierte Aktion zwischen Bergrettung, Höhlenrettung und den Freiwilligen Feuerwehren (Trofaiach, Hafning, Gimplach, St.Peter Freienstein) an, die die Einsatzkräfte so hoch wie möglich in das Einsatzgebiet transportierten, denn auch von dort nimmt der Aufstieg noch gut eine Stunde Zeit in Anspruch. Schließlich standen ab 6.00 Uhr morgens 46 Bergretter und 20 Höhlenretter im Einsatz, um die Verunfallte zu bergen. Nach einem Abstieg der Höhlenrettung in die 85m tiefe Höhle, begann um 11.21 Uhr, nach medizinischer Versorgung der Höhlenforscherin, die mühevolle Bergung. In drei Etappen wurde die Verunfallte aus der Höhle geborgen und konnte schließlich um 13.00 Uhr der am Höhleneingang bereit stehenden Bergrettung übergeben werden. Aus der Höhle geborgen, wurde das Unfallopfer mittels einer Seilbahn gleich einmal über 100 m zum Grete-Klinger-Steig gebracht. Danach erfolgte der weitere Abtransport bis zur Forststraße, wo sie schließlich, nach weiteren drei Stunden einer intensiv-medizinischen Versorgung zugeführt wurde. Um 16.00 Uhr konnte der Einsatzleitung das erfolgreiche Ende der Bergung übermittelt werden.

Text und Foto:  E.Bretterbauer, Presse & Medien, Bergrettung Steiermark



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